Körper und Lust

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Der menschliche Körper ist auf vielfältige Weise Thema in der Geschichte des Praters. Es geht um ideale, scheinbar abnorme, fantastische, leistungsstarke, fremde Körper. Anatomische Museen zeigten an Wachspräperaten das Innere des Menschen, aber auch den nackten oder kranken Körper. 

Menschen mit Behinderungen wurden in Schaubuden als Attraktionen vorgeführt. Aus Kolonien, aus Afrika und Asien wurden ganze „Dörfer“ für große Schaustellungen nach Europa und Wien verschleppt, wo sie der Schaulust des Publikums ausgesetzt und sexistische und rassistische Vorstellungen verbreitet wurden. 

Moderne Körperkultur und moderner Massensport, Boxen, Ringen, Tennis oder Fußball hatten im Prater ihre Anfänge. 

Viele Attraktionen setzen bis heute auf extreme Körpererfahrungen, auf Schwindel, Schrecken und Panik. In der Psychologie ist von Thrill die Rede, von körperlichen Exzessen, die das moderne Großstadtleben anderswo nur selten erlaubt.  

 

 

Raumbeschreibung

Die folgenden Erklärungen richten sich vor allem an blinde und sehbeeinträchtigte Menschen. 

Drehen Sie sich mit dem Rücken zum QR-Code. Rechts neben Ihnen in der Wand ist ein Video-Bildschirm eingebaut. Die Journalistin und Historikerin Vanessa Spanbauer erzählt von Menschenschauen, die früher im Prater stattfanden. Rechts unter dem Bildschirm befindet sich der Einhandhörer. 

Vor Ihnen steht eine körperhohe Vitrine mit einer Figurine. Diese trägt ein zweiteiliges Tenniskleid für Damen, das circa aus dem Jahr 1908 stammt. Über mehrere Jahrzehnte wurden im Tennisverein Park Club die Davis-Cup-Spiele ausgetragen. Der „Wiener Park Club“ in der Rustenschacherallee im Prater wurde 1881 als Radfahrclub unter anderem von Mitgliedern des Kaiserhauses gegründet. Später wurde der Park Club zum reinen Tennisverein. 

Um zum nächsten und letzten Themenbereich der Ausstellung, der „Hall of Fame“ zu kommen, drehen Sie sich mit dem Rücken zum Bildschirm und gehen Sie 5 Meter geradeaus an der Faust vorbei bis zu einem Sockel, auf dem ein Watschenmann steht. Drehen Sie sich dann nach links und gehen Sie bis zur gebogenen Wand aus beklebtem Glas. Achtung, in dieser gebogenen Wand ist eine Tür, die auch in den Raum hinein öffnet. Folgen Sie der Wand nach rechts bis zum Ende. Dort finden Sie vor sich die Tafel mit QR-Code. 

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