Der menschliche Körper ist auf vielfältige Weise Thema in der Geschichte des Praters. Es geht um ideale, scheinbar abnorme, fantastische, leistungsstarke, fremde Körper. Anatomische Museen zeigten an Wachspräperaten das Innere des Menschen, aber auch den nackten oder kranken Körper.
Menschen mit Behinderungen wurden in Schaubuden als Attraktionen vorgeführt. Aus Kolonien, aus Afrika und Asien wurden ganze „Dörfer“ für große Schaustellungen nach Europa und Wien verschleppt, wo sie der Schaulust des Publikums ausgesetzt und sexistische und rassistische Vorstellungen verbreitet wurden.
Moderne Körperkultur und moderner Massensport, Boxen, Ringen, Tennis oder Fußball hatten im Prater ihre Anfänge.
Viele Attraktionen setzen bis heute auf extreme Körpererfahrungen, auf Schwindel, Schrecken und Panik. In der Psychologie ist von Thrill die Rede, von körperlichen Exzessen, die das moderne Großstadtleben anderswo nur selten erlaubt.